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Heribert Hutter

Labile Drahtgeflechte tanzen auf schmalem Sockel, Blattschalen sind zu Phantasieblumen gefügt, Insekten aus Plattenpanzer mit hochragenden Hörnern, Antennen gleich, verstärken die Assoziation von unheimlichen Lebewesen. Manche lauern, andere scheinen zum Abflug anzusetzen und weitere schweben bereits an dünnen Fäden. Durch die vorherrschende Symmetrie, den statischen Aufbau, wird die Vorstellung von organischen Lebewesen verstärkt. Eine biologische Logik bestimmt ihre Gestalt.
„Bildende Kunst ist keine Literatur“, aber sie schöpft aus erlebter und auch aus erträumter Erfahrung. Sie ist sinnlich präsent. Und diese Präsenz gestaltet Martin Schrampf mit geradezu klassischer Konsequenz.

(zit. aus: Sinnliche Präsenz, Zur Kunst von Martin Schrampf "morgen" 1995)

 

MARTIN SCHRAMPF